Donnerstag, 30. Juli 2009

Veränderungen.

Es ist ja wirklich nicht so, das mir das Bloggen keinen Spaß machen würde. Die letzten Monate waren womöglich die vollgepacktesten Monate meines vergleichsweise jungen Lebens: ich darf mich jetzt tatsächlich Diplom Online-Journalist schimpfen, natürlich folgt jetzt die Jobsuche. Eine Stelle für die nächsten 3 Monate ist zumindest gesichert und ja: ich freu mich tatsächlich riesig darauf! Die Band von der ich vorab noch so viel geschrieben habe, hat bereits zehn Auftritte voll gemacht, die erste Platte draußen und überhaupt nimmt diese ganze Sache zunehmend Zeit in Anspruch. Und apropos Musik: auch wenn es diesem Blog an Konzept mangelt (begründet durch wenig Zeit), war dieser in gewisser Weise die längste Zeit immer irgendwie ein Musik-Blog. Glaube ich...

Unvorteilhaft ist es dann, wenn der Autor seit Monaten keine Platten mehr gekauft hat. Im vergangenen halben Jahr war es exakt ein Silberling der sich in meine Sammlung eingeschlichen hat. Nicht weil ich jetzt auf illegale Downloads umgestiegen wäre, sondern weil ich einfach keine Zeit zum Musik hören, entdecken, erforschen habe. Vielleicht ändert sich das jetzt wieder, weil womöglich mein MP3-Player von meinen eingefahrenen Hörgewohnheiten stark angenervt ist. Ähnlich wie der Besitzer selbst.

Und wenn wir schon beim Thema sind, gibt gleich mal etwas zu motzen: Emiliana Torrini, die seit 15 Jahren im Geschäft ist, 1997 sogar Teil der isländischen Formation Gus Gus war, der ich mein erstes Live-Konzert zu verdanken habe, und nun auch wohl das kommerzielle Fußvolk erreicht hat. Immer wieder irritierend, dass die Unbekümmertheit der Mehrheit dazu führt, das hervorragende Künstler beinahe über Jahrzehnte überhört werden. Und das nur, weil der Großteil der Menschen da draußen schlicht zu faul ist, mal zwei Meter über die Charts hinaus zu hören. Dann kommt also diese hervorragende Musikerin mit einem Song um die Ecke, der vielleicht nicht ganz so typish für sie ist, mehr der Masse angepasst und schon stürzt sich diese darauf. Ich weiß nicht warum, aber solche Dinge nerven mich unglaublich. Es sind nicht die Musik-Piraten die Musik als Massenware behandeln, sondern 95% der Menschen da draußen, die einfach das fressen was ihnen vor die Füße geworfen wird. Das war schon mit Staind "It´s been a while" so, oder 3 Doors Down "Here without you", Wolfsheim "Kein zurück", P.O.D. "Alive", Skunk Anansie "Hedonsim" und so weiter. Diese Liste könnte man ewig weiter führen. Künstler die seit Ewigkeiten tolle Platten machen aber die Aufmerksamkeit für nur einen Song bekommen.

Aber zurück zu Emiliana Torrini. Ich werde mich hüten "Jungle Drum" zu posten. Deswegen gibts ein bisschen älteren Stoff der Guten, sowie zu ihrer Ex-Band Gus Gus (die Frau im Video ist allerdings nicht Torrini, sondern die bezaubernde Hafdis Huld... sollte man auch mal reingehört haben!)

Emiliana Torrini - Telepathy (Love In Time Of Science | 2000)


Emiliana Torrini - The Boy Who Giggled So Sweet
(Love In Time Of Science | 2000)


Gus Gus - Believe (Polydistortion | 1997)

Kommentare:

danyo hat gesagt…

Hach, Emiliana. So eine bezaubernde Stimme.
Allerdings muss ich ja gestehen, ebenfalls erst über "Jungle Drum" bewusst auf sie aufmerksam geworden zu sein. Die erste tatsächliche Hörerfahrung hatte ich unbewusst über "Gollum's Song" aus der Herr der Ringe-Trilogie. Das klingt so herrlich nach Björk, dass man fast schon von Björks kleiner Schwester sprechen könnte...

Lange + Weile hat gesagt…

Lieber spät als nie ;-)

Die parallelen zu Björk findet man tatsächlich oft in der Stimme. Glücklicherweise ist Torrini aber noch ein Tick zugänglicher als Björk. Letztere ist ja leider nicht gerade jedermanns Ding^^